Freitag, 10. Sep. 2010
 
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Schulleiterbrief - Oktober 2009 Drucken E-Mail
briefumschlag
            Schulleiterbrief
                       im
              Oktober 2009
 

Liebe Besucher der JOBELMANN-Homepage,

 

ich begrüße Sie ganz herzlich zum "Herbst"-Schulleiterbrief.
Der Beginn des Schuljahres hat im berufsbildenden Schulsystem und damit natürlich auch in der JOBELMANN-SCHULE einschneidende Veränderungen mit sich gebracht, dazu später mehr. Die größten Veränderungen gab es aber sicher für unsere neuen Schülerinnen und Schüler des Schuljahres 2009-10. Sie haben den Schritt in das Berufsleben gewagt bzw. getan. Innerhalb eines großen Systems, wie dem der JOBELMANN-SCHULE, müssen Sie sich jetzt beweisen. Das wird nicht immer ganz leicht sein, denn dieser Schritt erfordert eine noch größere Verantwortung für Ihr eigenes Leben als zuvor in der allgemeinbildenden Schule.
Jetzt sind Sie gefordert!
Packen Sie es gemeinsam mit uns, den 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JOBELMANN-SCHULE, an!
Den ersten Schritt müssen ab jetzt immer Sie machen, denn genau das fordert das Berufsleben von jedem Einzelnen von uns! 

 Personelle Veränderungen

Es vergeht kein Schuljahr, in dem nicht verdiente Lehrkräfte nach vielen Jahren der Arbeit für die Berufsbildung in den verdienten Ruhestand gehen. So verließen uns auch am Ende des letzten Schuljahres mehrere Lehrerinnen und Lehrer.

Frau Reiß war für viele Jahre die Sozialpflegelehrerin an der JOBELMANN-SCHULE. Sie hat die Berufsfachschule für Sozialpflege aufgebaut und über viele Jahre Generationen von Schülerinnen fachkundig und verantwortungsbewusst begleitet. Der Zufall will es, dass mit der Verabschiedung von Frau Reiß dieser Bildungsgang sowohl in der JOBELMANN-SCHULE als auch im Land Niedersachsen ausläuft. Frau Reiß hatte somit am Ende die schwere Aufgabe, ihren Sozialpflegebereich aufzulösen. Sie hat dies mit großer Stärke und Sorgfalt geleistet. Vielen Dank!

Herr Hesper hat über viele Jahre das Gesicht der Metallabteilung, speziell im Bereich Metallbau, mitgeprägt. Er hat in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit unseren Ausbildungpartnern des Metallbauhandwerks eine kaum zählbare Menge junger Menschen bis zur Gesellenprüfung begleitet und war diesen dabei immer ein fachkompetenter und vertrauter Begleiter auf deren Weg.
Ich selbst habe Herrn Hesper über einige Jahre, schon vor meinem Wechsel an die JOBELMANN-SCHULE, regelmäßig als allseits anerkannten Kollegen in den Innungsversammlungen des Metallhandwerks im Landkreis Stade kennengerlernt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit, sicher auch im Namen der Handwerksbetriebe!

Herr Hammann hat viele Jahre als Fachpraxislehrer für Bautechnik in der Bauhalle gemeinsam mit seinen Kollegen junge angehende Bauhandwerker in die Geheimnisse des Bauhandwerkes eingewiesen. Vielen Dank und eine gute Gesundheit wünschen besonders die Kolleginnen und Kollegen der Bautechnik.

Frau Nauerz hat in der Sozialpädagogik lange, lange Jahre Sozialassistentinnen und Erzieherinnen ausgebildet. Sie wird sich jetzt im Ruhestand um die ganz junge Generation kümmern, nämlich um Ihre Enkelkinder. Viel Freude dabei!

Ein "Abgang" des letzten Jahres trifft die JOBELMANN-SCHULE besonders hart, denn mit Herrn Fastert verlässt ein bundesweit ausgewiesener und anerkannter Fachmann für die Chemietechnik unsere Schule. Das Engagement von Herrn Fastert für seine Chemietechnik war und ist nicht zu übertreffen! Anlässlich seiner Verabschiedung in einer Feierstunde am Ende des Schuljahres wurde ihm  der extra für ihn durch die chemischen Ausbildungsbetriebe der Region ins Leben gerufene "Chemie-Oskar" verliehen. Herr Kathen von der Firma DOW Deutschland hat diesen Preis, stellvertretend für seine Ausbilderkollegen, in Form einer eigens dafür geschaffenen Glasskulptur, verbunden mit einer beträchtlichen, für den Bereich Chemietechnik der JOBELMANN-SCHULE zweckgebunden Geldspende übergeben.
Vielen Dank für diese Spende vonseiten der Schule!
Und einen noch viel größeren Dank im Namen aller, die ihn kennenlernen durften, an Herrn Fastert für die Jahre der unermüdlichen, geduldigen und immer freundlichen Arbeit für die chemietechnische Ausbildung in der JOBELMANN-SCHULE und der Region!

Wo Menschen gehen, müssen auch wieder neue hinzukommen.
Leider hat sich die geplante Versetzung eines Metall- und Mathematiklehrers aus dem Saarland an unsere Schule sehr kurzfristig zerschlagen. Diesen Verlust können wird im Moment nicht ausgleichen, sodass vorübergehend mit einer Kürzung der Unterrichtsstunden bzw. zum Teil sehr großen Klassen im Metallbereich gearbeitet werden muss. Wir hoffen, diesen Mangel durch die Ausbildung neuer Lehrkräfte im Rahmen des Referendariats in absehbarer Zeit beseitigen zu können. So beginnt z.B. schon am 1. November Herr Elze sein Referendariat mit den Fächern Metalltechnik und Informationstechnik bei uns. Für diesen Bereich gibt es bundesweit so gut wie keinen ausgebildeten Berufsschullehrer auf dem "Stellen-Markt"!
Auch der Englischunterricht ist nur schwer in vollem Umfang zu erteilen. Im Moment gelingt uns dies annähernd, indem wir mehrere befristete Lehrverträge für dieses Fach vergeben haben: Als neue Englischlehrerinnen begrüße ich in diesem Zusammenhang Frau Persen und Frau Völkers.
Eine für die JOBELMANN-SCHULE ausgeschriebene Lehrer-Planstelle für den Bereich Sozialpädagogik wird Mitte November besetzt werden. Auch die kurzfristig aus der sogenannten Stellenreserve des Landes zur Verfügung gestellten Planstelle für das Fach Englisch wird, wenn geeignete Bewerber/innen von uns gefunden werden, hoffentlich bis zum Dezember 2009 besetzt sein.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es immer schwieriger wird, geeignete Bewerberinnen und Bewerber für die ausgeschriebenen Lehrerstellen zu gewinnen.

Rechtliche
Rahmenbedingungen
und
Schulformen bzw.
Bildungsgänge

Wie schon einleitend erwähnt, gibt es mit Beginn des Schuljahres wichtige Veränderungen für die berufsbildenden Schulen. Ich habe diese schon in meinem Schulleiterbrief im April 2009 recht ausführlich beschrieben. Noch einmal kurz zusammengefasst: Es gibt grundsätzlich keine Berufsgrundbildungsjahre mehr. Dafür wurden die neuen einjährigen Berufsfachschulen in den Bereichen Bautechnik, Holztechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik und Gastronomie eingeführt. In diesen einjährigen Berufsfachschulen sollen mindestens 160 Zeitstunden des berufsbezogenen Lernbereichs – Praxis - als praktische Ausbildung in geeigneten Betrieben durchgeführt werden. Der größere Anteil der praktischen Ausbildung (ca. 560 Unterrichtsstunden pro Schuljahr) erfolgt aber weiterhin in den Ausbildungsstätten der JOBELMANN-SCHULE. Die Organisation des betrieblichen Praxisanteils erfolgt in der mit den jeweiligen Handwerksinnungen abgesprochenen Form: z.B. in der Gastronomie an einem Tag wöchentlich, in den anderen Bereichen geblockt für einmal vier Wochen oder zweimal zwei Wochen pro Schuljahr. Am Ende des Schuljahres erwartet jede Schülerin und jeden Schüler der Berufsfachschulen eine Abschlussprüfung in Theorie und Praxis. Der erfolgreiche Abschluss der einjährigen Berufsfachschule kann, bei Zustimmung beider Vertragspartner (Auszubildender und Betrieb), als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden. Für die Bauwirtschaft und die Tischler im Landkreis Stade gibt es hierfür feste Absprachen mit den Innungen, sodass hier eine Anerkennung grundsätzlich erfolgt.
Auch andere Bereiche nutzen die gute Ausbildung der JOBELMANN-SCHULE für neue Ausbildungsmodelle; so hat die Firma NDB Elektrotechnik in diesem Jahr fünf Jugendliche mit einem Vorvertrag in die einjährige Berufsfachschule Elektrotechnik geschickt. Sie wird die jungen Menschen mit Bestehen der Prüfung automatisch in das zweite Jahr der dualen Berufsausbildung übernehmen.

Wir hoffen, dass wir noch mehr Ausbildungsbereiche der dualen Berufsausbildung von den Vorteilen und der Qualität unserer Ausbildung im Rahmen der neuen einjährigen Berufsfachschulen überzeugen können. Am Ende des Schuljahres berichte ich Ihnen mehr darüber.

 

Aktivitäten

ideenexpo_245Das Land Niedersachsen hat im September zum zweiten Mal die Ideen-Expo in Hannover durchgeführt. Die JOBELMANN-SCHULE war in diesem Jahr in Kooperation mit dem Vincent-Lübeck-Gymnasium sehr erfolgreich mit einem Schülerprojekt im sogenannten MINT-Bereich vertreten. MINT bedeutet die Förderung von qualifiziertem Nachwuchs für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Unsere Lehrkräfte Herrn Brunßen und Herr Burmeister haben gemeinsam mit einer sehr engagierten Gruppe von Schülerinnen und Schülern am Wettbewerb "Racing-Cup" der Industrie- und Handelskammer Hannover teilgenommen und es bis in das Finale geschafft. Wie Sie auf dem Foto sehen können, hat auch die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann gemeinsam mit unserem Stader Landrat Michael Roesberg die besondere Leistung unserer Teilnehmer gewürdigt.

Ich möchte Sie natürlich wie immer frühzeitig auf unseren TAG DER OFFENEN TÜR am Samstag den 06. Februar 2010 hinweisen. An diesem Tag können Sie sich umfangreich und anschaulich über das große Bildungs- und Ausbildungsangebot der JOBELMANN-SCHULE informieren. Ich kann jetzt schon andeuten, dass wir für das Schuljahr 2010-11 drei ganz neue Bildungsangebote vorstellen werden.
Also merken Sie sich diesen Termin unbedingt vor!

 
Bis zum nächsten Schulleiterbrief verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ihr
Rainer Albers
Leiter der JOBELMANN-SCHULE Stade
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Okt. 2009 )
 
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